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  • Zahn-Ratgeber

Diabetes und Zahnmedizin

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Viele Diabetiker wissen nicht, dass bei ihnen ein dreifach erhöhtes Risiko besteht, an Zahnbetterkrankungen (Parodontitis) zu erkranken. Die Parodontitis hat deutliche Auswirkungen auf die glykämische Einstellung der Diabetes Patienten. Sie verändert die Insulinresistenz der Gewebe und erhöht dadurch die Zuckerwerte. Gleichzeitig schreitet die Parodontitis beim Diabetiker schneller voran. Somit ist es besonders sinnvoll, die Parodontitis zu behandeln. Aufgrund der Erkenntnisse über die folgenschweren Wechselwirkungen zwischen Diabetes und Parodontitis stellen die Parodontitisprävention, -therapie und -nachsorge ein wichtiges Bindeglied zwischen der Zahnheilkunde und der Diabetologie dar. Nur regelmäßige Maßnahmen wie z.B. professionelle Zahnreinigung und die tägliche optimale Mundhygiene führen dazu, die Parodontitis langfristig zu stabilisieren.

Mundgeruch, was kann ich tun?

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Mundgeruch wird in der Zahnmedizin unter dem Begriff Halitosis (lateinisch „halitus“: Atem, Hauch) zusammengefasst. Diese unangenehme Erkrankung kann für den betroffenen schnell zu einer psychosozialen Belastung werden. Um festzustellen, ob man den Zahnarzt oder einen anderen Arzt aufsuchen muss, kann man folgenden Test machen: Ist der unangenehme Geruch ausschließlich beim Ausatmen aus dem geöffneten Mund zu riechen, oder ist er auch feststellbar beim Ausatmen durch die Nase mit geschlossenem Mund? Ist letzteres der Fall so ist eine Erkrankung der oberen Atemwege oder des Magen-Darm-Traktes wahrscheinlich. Bei 80-90 % der Fälle liegt die Ursache für Mundgeruch in der Mundhöhle. Hier entstehen durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen geruchsintensive Verbindungen. Dabei findet man die meisten Bakterien auf der Zunge, die aufgrund ihrer Anatomie sehr viele Nischen bietet. Weitere Ursachen im Mund, in abnehmender Häufigkeit, sind Parodontitis mit Zahnfleischtaschen über 4mm, Karies, mangelhafte Mundhygiene, lokale Infektionen (Pilzerkrankungen, Zahnfleischentzündung oder Periimplantitis), sowie ungepflegter abnehmbarer Zahnersatz.
Die Entstehung von Halitosis wird zudem von einigen Ko-Faktoren wesentlich mitbestimmt. Dazu zählen ein reduzierter Speichelfluss, Stress, Rauchen, hoher Kaffeekonsum, Mundatmung, Ernährung (auch spezielle Diäten), Piercings, Alkoholkonsum sowie die getrunkene Wassermenge pro Tag.
Seltene Ursachen für Mundgeruch außerhalb der Mundhöhle können Mandelentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung aber auch Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. gastro-ösophagealem Reflux) und die Einnahme bestimmter Medikamente sein.

Zahnärztliche Behandlungs-alternativen der Schlafapnoe

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Der Zahnarzt ist in der Lage mit intraoral getragenen Schnarch-Therapie Geräten(IST-Geräten) in vielen Fällen eine Behandlungsalternative zur Überdruckbeatmung mittels Atemmaske zu bieten.
Die Funktionsweise der zahnärztlichen Geräte beruht auf einer Vergrößerung des Luftraumes der oberen Atemwege durch Vorverlagerung des Unterkiefers.
Ob der Zahnarzt helfend eingreifen kann muß nach der diagnostischen Analyse im Schlaflabor entschieden werden.
Nähere Informationen, sowie die Adressen von zahnärztlichen Therapeuten erhält man über die "Deutsche Gesellschaft Zahnärztliche Schlafmedzin" (DGZS).

Neue Möglichkeiten zur Früherkennung und Risikoeinschätzung parodontaler Erkrankungen

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Nachdem in der Vergangenheit die parodontalen Behandlungsmaßnahmen vorwiegend reparativ waren, steht jetzt in Form des MMP- 8 Test eine zuverlässige und einfache Methode zur Verfügung klinisch nicht feststellbaren Gewebeabbau mit Speichelproben nachzuweisen.
Über den nun auch im Schnelltest in der Praxis durchführbaren Nachweis der aktiven Form des Enzyms Matrix-Metalloproteinase-8 können versteckte Gewebeabbauvorgänge festgestellt werden.
Dies ermöglicht rechtzeitige therapeutische Maßnahmen einzuleiten bzw. in der Verlaufskontrolle nach Parodontaltherapien nicht zeitnah erkennbare Rezidive zu verhindern.

Impfung gegen Parodontitis

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Im Gegensatz zur Grippe-Impfung,die zum Schutz vor einer Infektion eingesetzt wird, handelt es sich bei der Impfung gegen Parodontitis mittels Paro-Autovaccine um eine Impfung gegen eine bereits bestehende Krankheit.
Nach einem Abstrich werden die, für die parodontale Erkrankung verantwortlichen Erreger mikrobiologisch nachgewiesen, angezüchtet und abgetötet und dann dem Patienten in einer individuellen Mischung oral verabreicht.
Durch die positive Wirkung der Parovaccine auf das Immunsystem werden die körpereigenen Abwehrkräfte genau gegen die krankmachenden Keime aktiviert und bieten somit Schutz vor immer wiederkehrenden Infektionen nach vorausgegangener systematischer Parodontalbehandlung

Aromatherapie gegen Parodontitis

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Nach Bestimmung der Bakterienarten, die beim jeweiligen Patienten die Parodontitis auslösen, werden diese in einem mikrobiologischen Labor isoliert und angezüchtet. Nun überprüft man welche ätherischen Öle das Wachstum der entsprechenden Bakterien hemmen.(Aromatogramm)
Auf diese Weise kann man eine individuelle Mischung unterschiedlicher ätherischer Öle bestimmen, die bei einem bestimmten Patienten wirksam sind.
Diese Mischung kann sich der Patient in der Apotheke herstellen lassen und als eine Art Mundwasser benützen.
Speziell in der begleitenden Nachsorge nach durchgeführten Parodontalbehandlungen ist dies sinnvoll.
Für alle Patienten die eine Antibiotikabehandlung bräuchten, sie aber nicht vertragen eröffnet diese Methode eine zusätzliche Therapiealternative.

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